Der Regenwald schwindet

90  %

aller Tier- und Pflanzenarten leben in den Regenwäldern.

Min.

In dieser Zeit verschwindet Regenwald von der Größe von
36 Fussballfeldern.

2°C

Temperaturanstieg führt zu Gefährdung von 20-30 Prozent
der Arten weltweit.

60%

der Orang-Utan Population
in Borneo wurde
seit 1950 ausgerottet.

Der Regenwald schwindet

Regenwälder sind die grüne Lunge der Erde.  Als komplexe Ökosysteme sind sie einzigartiger Lebensraum für eine ungeheure Anzahl von Tier- und Pflanzenarten und nehmen massiven Einfluss auf das globale Klima. Doch die Regenwälder sind bedroht.

Durch Wilderei, Holzwirtschaft und zuletzt die rasante Ausbreitung von Palmöl-, Eukalyptus- und Sojaplantagen ist die weltweite Fläche der Regenwälder von 1,6 Milliarden Hektar im Jahr 1900 auf 475 Millionen Hektar im Jahr 2015 geschrumpft.

Aber nicht nur die Fläche wird immer kleiner, auch das Tempo der Zerstörung nimmt weiter zu. Mittlerweile verschwindet auf der Erde jede Minute Regenwaldgebiet in der Größe von 36 Fußballfeldern.

 

Nachhaltiger Regenwaldschutz

BOS hat auf Borneo insgesamt fast eine Million Hektar tropischen Regenwaldes unter Schutz gestellt. Dazu erwerben wir Nutzungsrechte für weitgehend erhaltene, aber auch teilweise zerstörte Regenwaldareale, die anschließend in Schutzgebiete umgewandelt und zum ökologischen Nutzen von Menschen, Tieren und Pflanzen renaturiert werden. Um nachhaltigen Regenwaldschutz zu betreiben, binden wir auch die lokale Bevölkerung mit ein.

 

Lebensraum erhalten

Die Schutzgebiete bieten Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und dienen gleichzeitig als Auswilderungsgebiete für unsere Orang-Utans. Dort können wir ihnen ein neues, sicheres Zuhause und ein Leben in Freiheit bieten. Regenwaldschutz ist immer auch Artenschutz!

 

Kehje Sewen

In Kehje Sewen, einem unserer Schutzgebiete im Nord-Westen Ostkalimantans, hat BOS auf diesem Weg ein 86.000 Hektar großes Schutzgebiet geschaffen. Für das weitgehend unberührte Regenwaldgebiet hat BOS eine Konzession für die Renaturierung erlang. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Nutzungsrechte nur für die wirtschaftliche Nutzung der Regenwälder erteilt worden und eine Konzession für Naturschutzzwecke war ein Novum. Kehje Sewen bietet Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten und ermöglicht die Auswilderung von 130 Orang-Utans.

 

Mawas – Ein neuer Regenwald Entsteht

Damit die grüne Lunge wächst, schützen wir nicht nur bestehende Flächen, sondern schaffen durch unser Wiederaufforstungsprojekt neuen Wald – und damit ein Zuhause für unzählige Tier- und Pflanzenarten. In Zentralborneo liegt Mawas, ein über 300.000 Hektar großes Gebiet mit 80 Prozent tropischen Torfmoorwäldern. Diese Wälder sind unglaublich wertvoll für das biologische Gleichgewicht. Mit 5.000 bis 8.000 Jahren gehören sie zu den ältesten der Welt und besitzen gigantische Kohlenstoffspeicher.

Allein in Mawas leben schätzungsweise 3.000 wildlebende Orang-Utans, eine der größten Populationen auf Borneo. Sie sind auch Namensgeber dieses Gebiets, denn „Mawas“ bedeutet übersetzt in der Sprache der indigenen Bevölkerung nichts anderes als „Orang-Utan“.

 

Herausforderungen im Naturschutz

Doch der Lebensraum der Orang-Utans leidet: Um ursprünglich Monokulturen wie Reis oder Palmöl anzubauen, wurden in Mawas riesige Flächen Torfmoorwälder abgeholzt und trockengelegt – mit verheerenden Konsequenzen für die Natur. In einem groß angelegten Wiederaufforstungsprojekt soll dort, wo jetzt nur öde Grassteppe zu finden ist, Schritt für Schritt, Baum für Baum, ein neuer, immergrüner Dschungel entstehen.

 

Reichhaltiger Regenwald für artenreiche Vielfalt

Die gepflanzten Bäume sind eine Kombination aus Obstbäumen und anderen lokalen Baumarten: natürliches Habitat für die dortige Tierwelt. Durch diese Mischung entsteht ein artenreicher Regenwald – und damit wertvoller Lebensraum für Orang-Utans und unzählige andere Tiere, die im tropischen Dschungel Indonesiens zuhause sind.

 

Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung

Für den Erfolg des Mawas-Projektes ist die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung maßgebend. BOS bezieht die Pflanzen von regionalen Baumschulen. So sind die Gemeinden vor Ort in den gesamten Prozess mit einbezogen. Sie sammeln die Samen und ziehen die Setzlinge, die sie nachher im nassen Torfmoor einpflanzen. Das Projekt gibt den ansässigen Einwohnern eine Existensgrundlage, indem sie die Natur schützen.

 

Unser Ziel

Geplant ist eine Wiederaufforstung von 70.000 Hektar zerstörtem Regenwald mit 1 Mio. Bäumen in den nächsten Jahren. Erreichen wir dieses Ziel, vergrößern wir somit das Mawas Schutzgebiet und schaffen zusätzlich Lebensraum für weitere 2.000 Menschenaffen.

Zuflucht & Geborgenheit

BOS kümmert sich um in Not geratene Orang-Utans. Das Herzstück unserer Arbeit sind unsere beiden Rettungsstationen auf Borneo. Hier finden mehr als 700 Orang-Utans Schutz und medizinische Versorgung. Für viele Affen ist dies die einzige Chance zu überleben.

 

Traumatische Erfahrungen

Mindestens zweimal im Monat gibt es bei BOS Neuzugänge verwaister Orang-Utan-Babys. In den meisten Fällen wurden die Mütter von Wilderern oder Plantagenarbeitern getötet. Auch werden oft Waisen aus illegaler, privater Haltung konfisziert. Besonders tragisch, denn in der Wildnis bleiben die Kinder bis zum siebten Lebensjahr bei ihrer Mutter. Sie bringt ihnen bei, natürliche Feinde zu erkennen, das richtige Futter aufzuspüren und Nester zu bauen.

 

Der Weg zum eigenständigen Orang-Utan

Umso wichtiger ist es, dass wir diese Fähigkeiten unseren Schützlingen beibringen. Deshalb gehen die Orang-Utans bei uns jeden Tag in die Waldschule. Sie lernen dort, essbare Pflanzen und Früchte zu finden, effizient und sicher in den Baumkronen vorwärtszukommen, sich im dichten Wald zu orientieren, mit Artgenossen zu interagieren und einiges mehr.

Eine intensive Pflege und liebevolle Betreuung sind besonders für traumatisierte Waisen am Anfang sehr wichtig. Orang-Utans, die einige Zeit mit ihrer Mutter verbracht hatten, bevor sie sie verloren, besitzen bereits grundlegende Fertigkeiten für ein Überleben im Wald. Sie müssen lediglich in ihrem artgerechtem Verhalten unterstützt werden und können sich meist relativ schnell wieder an ihre natürliche Umgebung gewöhnen. Aber auch sie gehen selbstverständlich in die Waldschule, um ihre Vorkenntnisse zu vertiefen.

 

Die Wildnis ruft!

Jahrelang lernen die Schützlinge alles Notwendige, um selbstständig ein Leben in Freiheit führen zu können. Wenn ein Orang-Utan weiß, wo er welche Nahrung findet, wie er essbare von giftigen Pflanzen unterscheidet, stabile Schlafnester baut und sicher klettern kann, ist er bereit, in seine natürliche Umgebung, den Regenwald Borneos zurückzukehren.

Schützen Sie den Regenwald!

Wir haben schon viel erreicht: Gemeinsam konnten wir bisher in Indonesien fast 1 Million Hektar Regenwald unter Schutz stellen. Helfen auch Sie mit! Pflanzen Sie einen Baum oder kaufen Sie eine Regenwaldaktie. Engagieren Sie sich mit uns für eine lebendige, grüne Lunge auf Borneo.

 

 

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Ihre Spende tut Gutes

Ihr Engagement für den Regenwald Borneos und seine Bewohner bewirkt Großes. Dank Ihrer Unterstützung wird es auch in der Welt von morgen noch einen artenreichen, lebendigen Regenwald geben.

Regenwald schützen

Sie schützen
den Regenwald

Mit Ihrer Hilfe schützen wir knapp 1 Million Hektar Regenwald und erhalten damit eines der wertvollsten Ökosysteme der Erde.

Neuen Lebenraum schaffen

Sie schaffen
neuen Lebensraum

Wenn der Regenwald stirbt, stirbt auch der Orang-Utan. Gemeinsam retten wir die Waldmenschen vor dem Aussterben.

Regenwald schützen

Sie schützen
das Klima

Die Rettung des Regenwalds ist auch für uns Menschen enorm wichtig - er wirkt als globale Klimaanlage. Ihr Einsatz zählt.

Wer wir sind

  • Borneo Orangutan Survival (BOS) Deutschland e.V. schützt und rettet Orang-Utans.
  • Gemeinsam mit lokalen Partnern machen wir uns stark für die roten Menschenaffen – indem wir heimatlose und verwaiste Tiere in Rettungsstationen versorgen und ihren Lebensraum, den tropischen Regenwald Indonesiens schützen.
  • BOS Deutschland e.V. hat sich der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen.

 

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